Die Kraftwerk Schächen AG konnte der Generalversammlung die höchste Jahresproduktion seit der Inbetriebnahme Ende 2019 vorweisen. Mitverantwortlich dafür war die hohe Verfügbarkeit von 99,9 Prozent und die hohe Hydraulizität in den Wintermonaten.
Am vergangenen Donnerstag, dem 13. März 2025, trafen sich die Aktionäre der Kraftwerk Schächen AG zur Generalversammlung. An der Kraftwerk Schächen AG sind energieUri mit 51 %, der Kanton Uri mit 34 % und die Korporation Uri mit 15 % beteiligt. Werner Jauch, Verwaltungsratspräsident der KW Schächen ist überzeugt: «Diese bewährte Partnerschaft und das gemeinsame Engagement für die Urner Wasser-kraft sind ein Erfolgsmodell für die lokale und erneuerbare Energieproduktion in Uri.» Die Jahresproduktion im vergangenen Geschäftsjahr betrug 22,6 Millionen Kilowattstunden erneuerbare Energie. Mit einer Verfügbarkeit von 99,9 Prozent wurde erneut ein hoher Wert erreicht. Eine entscheidende Grundlage dafür ist, dass das KW Schächen durch die Mitarbeitenden von energieUri bestmöglich gewartet, betrieben und bewirtschaftet wird. «Diese hohe Verfügbarkeit ist essenziell für eine zuverlässige und konstante Energieproduktion», ergänzte Werner Jauch aber betonte: «Das gute Ergebnis ist kein Selbstläufer und mit viel Arbeit verbunden. Die Märkte sind in den vergangenen Jahren deutlich dynamischer und volatiler geworden, das erkennt man beispielsweise an den zunehmenden Negativpreisen im Sommer sowie den stark gestiegenen Ausgleichsenergiekosten.»
Wertschöpfung, die in Uri bleibt
Das Kraftwerk Schächen mit der Zentrale im RUAG-Areal wurde im November 2019 erstmals ans Netz angeschlossen. Zur Stromgewinnung wird der Unterlauf des Schächens genutzt. Das Wasser wird aus dem bestehenden Unterwasserkanal des Kraftwerks Bürglen entnommen und über eine 2’500 Meter lange Druckleitung in das neue Wasserkraftwerk geleitet. Die Maschinenleistung des Wasserkraftwerks beträgt 4,9 Megawatt. Die Nutzung lokaler Wasserkraft bietet neben ökologischen Vorteilen auch einen erheblichen wirtschaftlichen Mehrwert, da die Wertschöpfung in der Region bleibt. Konkret leistet die KW Schächen AG in Form von Steuern, Dividenden und Wasserzinsen jährlich einen namhaften Beitrag zur Urner Volkswirtschaft. Allein im vergangenen Geschäftsjahr waren es total 740’000 Franken – aufgeteilt auf den Kanton Uri, die Korporation Uri sowie die Gemeinden Bürglen und Schattdorf.